Chorfest zeigt große musikalische Bandbreite

Es ist ein machtvolles Bekenntnis zum Singen im Chor, das 16. Internationale Chor- und Musikfest der Idoco. Vom Kindergartenkind bis zum gesetzten Senior reicht die Bandbreite der Choristen. Ob zum Eröffnungskonzert in der Kaiserpfalz oder beim Nachtsingen in der Stephani-Kirche, ob beim gestrigen Open-Air auf der Marktplatzbühne oder am Museumsufer – begeistert singende Menschen animieren andere zum Mittun und ernten viel Applaus. Dass dabei das jeweilige musikalische Niveau durchaus unterschiedlich ist, tut dem guten Eindruck keinen Abbruch – im Gegenteil. Ohne Neid gesteht man sich untereinender zu: „Hey, ihr seid ja toll.“ Da stehen dann über 50 gestandene Männer vom „Hyvinkään Työväen Mieskuoro“ aus Finnland auf der Bühne und bieten macht- und kraftvollen Gesang. Aber auch das kleine Ensemble von Claus Clausen aus Dänemark „Sine Nomine“ mit grade mal zehn Choristen präsentiert seine Musik.

Oder eben auch Spitzenensembles wie der Schaumburger Jugendchor (nein, nicht die berühmten Märchensänger) und der „JungeChor TakeFour“ aus Ludwigshafen, die mit hoher Stimmkultur und sensibelster Interpretation zeigen, was in Sachen Gesang alles machbar ist.

Das Chorfest zeigt auch: Kinder wollen mehr singen. Gleich, ob es die 62 Kinder vom Schulchor der Jürgenohlschule sind, die leicht und locker ihre Stücke auf der Marktbühne gestalteten oder die Braunschweiger Kindertagesstätte „Sterntaler“, die extra angereist waren, um dabei zu sein – Chorverbandschef Henning Scherf brachte es auf den Punkt: „Singen ist Lebensmittel vom Kindesalter bis in die letzten Tage“.